Archiv für die Kategorie „La Politica“
Drei Spiele, sieben Punkte und zwei Comunicati
Sonntag, 4. November 2012
Puh, so schnell kann eine englische Woche rum sein. Zu schnell zumindest für uns, um allen Amaranto-Partien einen eigenen Spielbericht zu widmen. Verdient hätten es die Spiele und die Mensch*schaft, aber wir waren einfach zu viel in Babelsberg unterwegs. Sieben Punkte stehen nach dieser Woche zu Buche und Livorno ist vorläufig wieder auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. Das Durchhalten der curva nord hat sich also gelohnt. Und all die Hetze und ablenkenden Diskussionen um Fanproteste gegen Schweigeminuten für getötete italienische Soldat*innen haben nicht für Unruhe in Livorno gesorgt. Aber eins nach dem anderen. (weiterlesen…)
Gentrifizierung statt Heimatliebe
Dienstag, 30. Oktober 2012
Ein Gespräch mit der Hipster Antifa Neukölln über verkürzte Gentrifizierungskritik, regressive Kiezhygiene und Ressentiments gegen Fremde. (weiterlesen…)
95 Jahre Oktoberrevolution und ein neues Heft
Donnerstag, 25. Oktober 2012
Heute vor 95 Jahren haben Arbeiter*innen, Angestellte, Soldat*innen, Bauern und Bäuer*innen in Russland die Herrschaft der reformerischen Sozialrevolutionär*innen beendet und die Macht an ihre Räte übergeben. Im Februar wurde bereits der absolutistisch regierende Adel davon gejagt. Im Oktober waren die bürgerlichen Nachfolger*innen um die provisorische Regierung an der Reihe. Der Schuß der Aurora, das ohrenbetäubende letzte Signal zum Ende des alten Regimes, öffnete die Tür zu einem neuen Zeitalter. Wir haben uns entschieden, daß die zweite Ausgabe von Diario di Dario in Erinnerung an die Revolte der Räte am 25. Oktober erscheinen soll. Wir möchten damit die revolutionären Menschen in Petrograd und Russland ehren. (weiterlesen…)
17. Oktober 1987 – Überfall auf die Zionskirche
Mittwoch, 17. Oktober 2012Am 17. Oktober 1987 überfielen ungefähr 30 Nazihools des BFC Dynamo und Westberliner Nazis gemeinsam ein Konzert in der Zionskirche im Prenzlauer Berg. Es spielte die (West-) Berliner Kneipenchansoniers von Element of Crime und die (Ost-) berliner Punk Band Die Firma. Es kamen mindestens 1.000 Zuschauer*innen. Die Nazis trafen sich in einer Kneipe und bekamen den Tipp, daß sie in der Zionskirche “Zecken” klatschen gehen könnten. Der Überfall, quasi eine gesamtdeutsche Naziaktion, war das erste nicht mehr zu vertuschende Zeichen für eine lebendige, gut organisierte und vernetzte sowie äußerst gewalttätige Naziskin-Subkultur in der DDR. Auf der anderen Seite war eine andere Bewegung betroffen, die vom Regime mit Argusaugen überwacht wurde. (weiterlesen…)
Nazis stoppen! Keine*r kommt durch!
Freitag, 31. August 2012
Am 15. September wollen Nazis durch Potsdam marschieren. Dies muß verhindert werden. Rassistische, antisemitsche, sexistische und homophobe Scheiße hat nirgendwo, was zu suchen. Nicht auf der Straße! Und erst recht nicht im Stadion! Wir schließen uns deshalb dem Aufruf unserer Freund*innen vom Filmstadt Inferno ’99 an und werden an diesem Tag in Potsdam sein. (weiterlesen…)
Licht an! Nazis raus!
Freitag, 16. Dezember 2011Zur Zeit ist eine Menge los. In Russland protestieren ansonsten politisch eher desinteressierte Bürger*innen gegen die eigene (nicht-) gewählte Regierung und monieren Wahlfäschungen. Als ob das bei den vergangenen Wahlen nicht so war oder es einen Unterschied macht, wer regiert. Staats- und kremlloyal sind sowohl die russische Kommunistische Partei als auch die Nationalpopulist*innen um Zhirinovski. Und Apropos Nazis: in Italien veranstalten Turiner Bürger*innen, welche die von einem Rom vermeintlich geschändete Ehre der italienischen Nation militant wiederherstellen wollten, ein Pogrom in einer Roma-Siedlung. In Florenz erschoß der bekannte Faschist Gianlucca Casseri, der beim Prozess um die “Fatti di Pistoia” immer anwesend war, zwei Straßenhändler*innen und verletzte weitere bevor er sich selbst tötete. Und in Deutschland überfallen Nazi-Ultras Aachener und Werderaner*innen solidarisieren sich. Bloß gut, daß heute Flutlichtspiel im KarLi und im Picchi anstehen. Also, ab in die Nordkurve und an die Curva Nord denken…
Lebendige Erinnerung für den aktuellen Kampf
Donnerstag, 3. November 2011Es ist das Ziel seines Bruders, seiner Schwägerin sowie vieler engagierter Italiener*innen die Erinnerung an „Peppino“ wach zu halten. Deshalb finden auch 33 Jahre nach der Ermordung des sizilianischen Kommunisten und Anti-Mafia-Aktivisten Giuseppe Impastato – liebevoll „Peppino“ genannt – immer wieder Informationsveranstaltungen mit Zeitzeugen statt. In dieser Woche sind Giovanni Impastato und seine Frau Felicia Vitale Impastato mal wieder in Deutschland unterwegs. Sie zeigen den weit über Italien hinaus bekannt gewordenen Film I Cento Passi (100 Schritte), der vom Wirken und der Ermordung von Peppino am 9. Mai 1978 handelt. Sie erzählen, wer der junge Mann aus Cinisi (bei Palermo) war und warum er sich gegen die „Familie“ gestellt hat. Und sie berichten, wie die grausame Tötung des damals 30-Jährigen ihr Leben verändert hat. Am 31. Oktober saßen sie auf Einladung der Organisation Mafia? Nein danke! Bei der Veranstaltung unter dem Titel „Von Mafia zu Anti-Mafia – Drei Zeitzeugen erzählen“ in der Alten Feuerwache in Berlin auf dem Podium. (weiterlesen…)
L’antagonismo e ultrà – Livornes* im Olimpico II
Freitag, 14. Oktober 2011
Giovanni Francesio hatte in seinem Buch “Tifare Contro” zwei Episoden in Zusammenhang mit Amaranto beschrieben. Um eines davon habe ich mich vor einiger Zeit gekümmert. Nun ist das zweite widerliche Ereignis dran. Diesmal betrifft es allerdings nicht Laziomerda, sondern den AS Rom. Und es bestätigt sich wieder, daß wenn die Livornes* ins Olimpico kommen, scheinbar immer die gleichen Vollpfosten in der Kurve stehen. (weiterlesen…)
















