Absurde Pfiffe im Picchi und im Mommse

Glasgower im Mommse Das vergangene Wochenende brachte fußballerisch
nicht gerade sehr viele Höhepunkte. Am Freitag brach TeBe nach einer
guten ersten Halbzeit trotz Unterstützung aus Glasgow von der Brigata Scozzese Livorno völlig ein.
Hinzu kam, daß der Schiedrichter und seine blinden Assistenten so was von
überfordert waren. Am Sonntag im Picchi entschied ebenfalls der Unparteiische den
Spielverlauf. Er schickte den capitano Lucarelli wegen Meckerns nach
einer umstrittenen Entscheidung mit einer Roten Karte vom Feld. 

Eigentlich standen die Zeichen für das Spiel gegen den
anderen linken Verein in der Serie A nicht schlecht. Schließlich hatte Livorno
am vergangenen Dienstag im auswärts Coppa d’Italia mit 2:1 Sampdoria aus dem
Pokal geschmissen und zog grandios ins Achtelfinale ein. Aber schon in der
folgenden Auslosung
verließ Amaranto das Glück. Die Livornesi müssen am 16. Dezember wieder zum
Auswärtsspiel – nach Mailand zu Inter.

Am Freitag übersah der Linienrichter einiges an Abseits.
Beim Schiedsrichter saß, insbesondere wenn TeBespieler betroffen waren, die Karten
sehr locker. Die Männer von der Müllkippe am Rande von Hamburg waren oft aber
auch einfach eine Klasse besser als die Veilchen. Die zweite Garde des HSV war
schneller, spritziger und einfach cleverer. Hinfallen und theatralisch
rumheulen, auch wenn mensch selbst gefoult hat, muß gelernt werden.

Brigata Amaranto 25. Aprile und Brigata Scozzese Livorno im Mommsenstadion

Noch gravierender und auffälliger waren aber die Methoden
frei nach Juves calciopoli beim Heimspiel des AS im Picchi gegen Chievo
Verona. Zwar waren auch hier die Gäste weit überlegen und führten schon seit der
8. Minute mit 1:0 schien der Unparteiischen noch einen anderen Auftrag zu
verfolgen.

In der 25. Minute schlug die große Stunde des Padrone Gava.
Er entschied, wie senza
soste
schreibt, in wenigen Sekunden das Spiel. Nach einer fragwürdigen
Entscheidung auf Freistoß am Amaranto-Strafraum wurde Lucarelli wegen Meckerns
vom Platz gestellt. Die „letzten“ 64 Minuten spielt Livorno also nur noch zu
zehnt.

Als ob der Livorno-Kader nicht schon genug geschwächt wäre,
schickt der Catanesi im Refereedress den Kapitän vom Platz und sorgt damit auch
für sein Fehlen beim nächsten, sehr viel wichtigerem Spiel in Catania. Candreva
wurde ebenfalls, um ihn für das nächste Spiel zu schonen, noch in der ersten
Hälfte aus taktischen Gründen ausgewechselt.

Das zweite Tor der Clivensi in der 67. Minute besiegelte die Niederlage
von Amaranto. Livorno verteidigte zunächst relativ erfolgreich. Chievo machte
Druck und erarbeitete sich nach der Roten für Lucarelli und den taktischen
Auswechslungen einige Chancen. Das zweite Tor für die Gäste war lediglich eine
Frage der Zeit. Ein ernsthaftes Spiel nach vorn kam von den Livornesi nicht
mehr. Sie waren wahrscheinlich in Gedanken schon am Ätna, beim Abstiegsduell in
Catania.
 
http://www.youtube.com/watch?v=eDqksmmuzx4

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