Neuigkeiten aus der Spielpause

Seit ein paar Wochen herrschte zum Thema Livorno Ruhe auf dieser Seite. In der Sommerpause ist eben nicht so viel los. In Livorno gibt es dennoch fast wöchentlich skandalöse Neuigkeiten.
Der Aufreger der vergangenen Woche war für die Tifosi die Schließung der „Bar Stadio“, der Bar im Armando Picchi Stadion. Zunächst bleibt der Treffpunkt über die spielfreie Zeit geschlossen. Ab 30. Juni tritt eine neue Regelung der Kommune in Kraft, nach der die vier Bars in den Tribünen während der kommenden Saison nur noch an Spieltagen geöffnet werden dürfen.

Die Livornesi – Fans und Bewohner*innen – protestieren gegen das Vorhaben. Die Bars, die seit 50 Jahren im Familienbetrieb geführt werden, haben eine wichtige soziale Funktion abseits des rein sportlichen Geschehens auf dem Rasen. Die Bars waren und sind ein Treffpunkt für Generationen von Tifosi, um über Sport oder Politik zu reden, Choreographien vorzubereiten oder einfach zusammen Zeit zu verbringen.

Daher hat sich noch am Dienstag letzter Woche eine Gruppe getroffen, um mögliche Protestaktionen vorzubereiten.
Die Livornesi – besonders aus der curva nord – sehen in der Schließung der „Bar Stadio“ abseits der Spieltage nur einen weiteren Schritt der voranschreitenden Privatisierungspolitik der Stadt. In einem Appello wendet sich die curva an Bürgermeister Cosimi und verlangt eine Erklärung für die Einschränkung der Öffnungszeiten.

Dauerbrenner bei Livorno ist weiterhin auch der erhoffte Abgang von Präsident Spinelli. Seit Monaten sucht dieser einen Käufer für die Associazione, findet aber nach eigenen Angaben niemensch, der ihm genug Geld anbieten würde. Bis zur vergangenen Woche hatten die Amaranto-Tifosi auf Paolo Bergamo spekuliert. Die Livornesi hatten aber auch schon lange ihre Zweifel am Willen Spinellis, zu verkaufen. Daher war die Absage Bergamos für die meisten keine Überraschung, wie bei Senza Soste bereits vor Wochen zu lesen war.

Derzeit sind keine weiteren Interessenten am AS im Gespräch, so daß Spinelli allen Anschein nach mindestens ein weiteres Jahr in Livorno bleiben wird. Auch vom Azionariato Popolare Livornese gibt es keine weiteren Neuigkeiten. Die Gruppe hat sich Ende Mai gegründet und will mit einer Einwohner-Beteiligung versuchen Geld aufzutreiben um Spinelli den Verein aus den Händen zu reißen.

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