Solidarität mit russischen Antifas

Die Situation russischer Antifaschist_innen ist seit Jahren äußerst schwierig. Die Zivilgesellschaft reproduziert offen nationalistische Ausgrenzung. Fremdenfeindliche Ressentiments sind nicht nur mehrheitsfähig, sondern bestimmen den Umgang mit Menschen vermeintlich nicht-slawischer Herkunft. Aber auch emanzipatorische Aktivist_innen und vor allem Antifaschist_innen sind massiv unter Druck – zum einen von Nazis, die sie töten, und von Seiten des Staates, der sie als Extremist*innen stigmatisiert.

Wir haben uns in den vergangenen Jahren mehrfach an antifaschistischen Aktionen beteiligt. Hevorzuheben ist hierbei vor allem unser Engagement anläßlich des Actiondays des Alerta! Netzwerks im Jahr 2008, der auf die Situation antifaschistischer Fußballfans in Osteuropa aufmerksam machte. Ein Jahr später haben wir zusammen mit Genoss*innen in Livorno ein internationales Fantreffen anläßlich des Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus und dem Spiel gegen die Nazi-Fans aus Rom organisiert. In diesem Jahr machen wir nix eigenes, sondern rufen dazu auf sich an der Kundgebung in Solidarität mit Antifaschist*innen in Russland am 19. Januar 2012 um 14 Uhr vor der Russischen Botschaft in Berlin zu beteiligen. Außerdem verweisen wir auf die Veranstaltungsreihe „Erinnern„, die von der Gruppe 19. Januar Berlin in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung organisiert wird.

Hintergrund zur Veranstaltungsreihe und der Proteste ist die Ermordung des Menschenrechtsanwalts Stanislav Markelov und der Journalistin Anastasija Baburova. Beide wurden, wie in der Pressemitteilung der Gruppe 19. Januar zu lesen ist, am 19. Januar 2009 von einem Nazi-Terroristen auf offener Straße in Moskau erschossen. Ebenfalls erwähnt seien die Ermordung der Antifaschist_innen Fedor Filatov, Timur Kacharev und Ivan Khutorskij durch Nazis. Auf der anderen Seite sitzen zahlreiche Antifaschist*innen in Knast. Unter ihnen Maksim Solopov und Artem Bystrov.

Die Aktivist_innen in Russland brauchen unsere Solidarität!
Auf zur Kundgebung am 19. Januar um 14 Uhr vor der Russischen Botschaft!

 

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