Treffen! Treffer! Drei Punkte!

Schon wieder verloren. Wirklich sehr ärgerlich. Trotz Pfosten und Lattentreffer und schönen Kombinationen der Nulldreier*innen hat’s wieder nich‘ mit ’nem Dreier geklappt. Echt Scheiße. Aber so richtig nervt’s noch nich‘. Denn die Stimmung in’ner Kurve war abgeseh’n von kleineren Hängern nach den Gegentoren recht gut. Die Mitmachquote konnte sich auch sehen lassen. Der Armeinsatz ging oft über die halbe Gegengrade bis an‘ Pufferblock. Und wieder war’n viele Gäste am Start. Danke!

Eigentlich wollte ich den Spielbericht ja schon gestern schreiben. Eigentlich! Ich war nämlich nich‘ in’ner Gästekurve in der Wuhle. Da war ich schonma‘. Der Streß mit den Schutzmenschen, der vom Hamburger Profi-Hooligan Ziegenbart provoziert wurde, hat mir echt gereicht. Und nach dem Interview im aktuellen Kiezkieker über eine völlig absurde Gerichtspose, in der – wer sollte es sonst sein – eben jene*r Ziegenbart sich ein hübsches Märchen ausgedacht und das ein offenbar ebenfalls in einem Parallel-Universum lebende Richter*in auch noch geglaubt hat. Also: Auf diesen Typen hab ich echt kein Bock… Und es gibt auch andere wichtige Dinge. Nämlich endlich hatte ich ma‘ wieder einen freien Samstag. Außerdem war der Spieltag und die Ekstase in’ner Kurve bereits erlebt und deshalb wollte ich eben schreiben, bin dann aber doch eingeschlafen…

Jetzt bin ich aber wach und bereit. Ich muß mich aber beeilen. Denn in ’nen paar Minuten spielt Livorno in Sassuolo. Und das will ich nich‘ verpassen. Denn gegen Sassuolo hat Amaranto tatsächlich ein Chance auf drei Punkte. Die hatte Nulldrei aber auch. Und die Spieler*innen haben sich auch redlich bemüht, Halberstadt in die Knie zu zwingen. Doch trotz zahlreicher Chancen in Halbzeit eins, darunter wie weiter oben schon ma‘ erwähnt ein Latten- und ein Pfostentreffer, sprang nix zählbares heraus. Die Kunststoffkugel wollte einfach nich‘ ins Tor der Gäste.

Nach der Pause ging’s weiter, mühten sich die Halberstädter*innen und stellten sich sehr viel effektiver an als die Blauweißen. Der Treffer der Gäste setzte aber offenbar auch bei den Nulldreier*innen weitere Kräfte frei und Mihm gleichte nach ruhendem Ball aus. Leider blieben die Thüringer*innen weiter effektiv und erhöhten auf 1:3 innerhalb weniger Minuten. Erst die Einwechslung und der geniale Treffer von Druschky machte nochma‘ Hoffnung, daß wenigstens ein Remis drin is‘. Der Elfer in der 87. Minute zerstörte aber jede Träumerei in diese Richtung…

Also: Sportlich bemühten sich die Babelsberger*innen ein Fußballfest abzufackeln, trafen aber leider nich‘. Die Nulldreier*innen auf den Rängen störten sich daran wenig. Brach der Support zuletzt nach Gegentreffern zusammen, blieb die Nordkurve am Freitag Abend immer dran. Das „Aux Armes“ zu Beginn der ersten Hälfte hatte ich verpaßt. Ich hab über Politik und Nich-Politik, Fußball, Respekt, Sensibilität. kurz die Grauzone diskutiert. Am Donnerstag geht’s in einem anderen Rahmen übrigens zu diesem Thema weiter… Ach, wo wir grad dabei sind, nich‘ bei der Grauzone, sondern bei „Aux Armes“: genialer Aufkleber Kiezkieker. Ich hab mich gestern denn ganzen Tag, also wenn ich nich‘ geschlafen hab, kringelig gelacht. Toll!

Aber kommen wir zurück zum Tifo: Gesänge, Schlachtrufe, die Wechselgesänge mit den Kiddies von Concordia Nowawes, das hysterische Kreischen der pubertierenden Menschen am Rand des Supportblocks, der Armeinsatz in der halben Gegengrade… Hammer! Vor allem das „Darum feiern wir“ kam wieder mal krass laut. Und das die Emotionen auf den Rängen auch auf’m Platz ankommen, hat Druschky bewiesen, der nach seinem Tor noch ’ne Schippe mehr an Lautstärke und Support forderte. Und auch bekam. Wirklich stark Nordkurve!

Aber ich hör‘ ma‘ auf. Bevor ich hier noch in hymnische Ode auf die Nordkurve verfasse. Außerdem spielt Livorno gleich. Und auch Olympic Marseille übrigens… Wir seh’n uns am Sonntag in zwei Wochen im Jahnsportpark gegen Union II! Alle!

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