Die sexistische Heulkäthe am verzweifeln

Nirgendwo gibt es noch „echte Männer“ im Fußball. Die ersten fangen an sich als schwul zu outen. Teile der Nationalmannschaft haben kein Problem mit homosexuellen Fußballer*innen und wünschen sich, daß sich diese beherzt offenbaren. Dann sollen sie auch entpannter und besser spielen können, behauptet zumindest Mario Gómez. Und aufgrund der Absenz von Männlichkeit auf dem Rasen, in den Verbänden und bei den Scheidsrichter*innen hadert womöglich der Völler Rudi mit dem deutschen Fußball. Ganz besonders mit seinen Unparteiischen.

Am vergangenen Samstag heulte der arme Rudi rum, weil seine Mannen auf dem Rasen zu hart bestraft worden sein sollen. Schuld sein soll der Referee Deniz Aytekin. Er hätte Kleinigkeiten gepfiffen und so Leverkusen um den gar nicht hart verdienten Sieg gebracht haben. Da kann die Sexist*innen-Seele schon mal überkochen.

Pfeif doch Frauenfußball! So ein Mist, jeden Mückenstich pfeift der, das ist unfassbar. Der soll aufhören mit Fußball pfeifen.

Der Rudi scheint, wie er erneut am Samstag bewiesen hat, wenig von Fußball im Allgemeinen und Frauenfußball im Besonderen zu verstehen. Ein Blick in den Ballesterer hätte ihn leicht davon überzeugen können, daß auch die Mädels ordentlich zu langen können und manches Spiel, wie zum Beispiel das DFB-Pokalfinale zwischen dem FFC Frankfurt und Turbine Potsdam, recht ruppig abläuft. Aber gut der Rudi kann ja nicht alles wissen…

Aber eins fällt mir noch ein, was wäre eigentlich gewesen, wenn Bibiana Steinhaus gepfiffen hätte? Der Rudi hätt‘ sich wahrscheinlich gar nicht mehr eingekriegt und wäre wahrscheinlich auf die Suche nach seinen Männern gegangen.

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