Mai pace per i nazisti! Forza antifascist*

Ab September 1943 besetzt die deutsche Wehrmacht offiziell Italien. Die Italiener*innen wehren sich allerdings militant gegen die Nazis. Es beginnt die Zeit der Resistenza und der Massaker an der Zivilbevölkerung durch deutsche Wehrmachtssoldaten und Mitgliedern der Waffen-SS. Seit der Jahrtausendwende werden an den Militärgerichten in Rom, La Spezia und Verona in größeren Verfahren Nazi-Kriegsverbrecher verurteilt. Das aktuellste Verfahren findet in Verona statt und beschäftigt sich mit den Massakern der Berliner Fallschirm-Panzer-Division „Hermann Göring“ – einem Nazi-Eliteverband, der in Europa und Nordafrika Terror verbreitete. Am morgigen 22. Juni fallen die Urteile im Prozess gegen neun überlebende Nazi-Kriegsverbrecher. Sie werden wahrscheinlich zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt, können sich allerdings sicher sein, daß sie diese nicht absitzen müssen. Das heißt aber noch lange nicht, daß sie Ruhe finden werden. Am Samstag werden nämlich zwei Berliner Naziopas durch Kundgebungen vor der Haustür mit ihren Verbrechen konfrontiert. Wir unterstützen die Aktion und rufen zur zahlreichen Teilnahme auf. Hier gibt’s die Kopiervorlage als pdf. Und hier der Aufruf.

Auch in Ihrer Nachbarschaft lebt ein verurteilter NS-Kriegsverbrecher: Gerade werden zwei Berliner Senioren vor dem italienischen Militärgericht in Verona in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie beteiligten sich als Angehörige der Wehrmachtsdivision „Hermann Göring” an Massakern in Nord-Italien, bei denen mehrere Hundert unbeteiligte ZivilistInnen ermordet wurden. Trotz der rechtskräftigen Verurteilung müssen die Verurteilten ihre Haftstrafe nicht antreten, da der deutsche Staat sie nicht ausliefert.

Dies hat Tradition: Die wenigsten NS-Täter wurden für ihre Taten bestraft. In Deutschland wird man nicht gerne daran erinnert, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus von Deutschen begangen wurden. Daher leben die Täter weiterhin ungestört in Ihrer Nachbarschaft, zwei Verurteilte auch in Weißensee und Reinickendorf.

Wir werden diese Verhältnisse ändern:
Deshalb gehen wir in die Nachbarschaft der NS-Kriegsverbrecher und zeigen ihnen, dass die ruhigen Zeiten vorbei sind! Nazi-Kriegsverbrecher aus der Anonymität holen!

Am Samstag, den 25. Juni 2011 rufen wir zu Kundgebungen in der Nähe der Wohnhäuser auf. Wir fordern, dass NS-Mörder ausgeliefert werden und sich dem italienischen Gericht und den Angehörigen der Ermordeten stellen.

Kein Vergeben, kein Vergessen den NS-Verbrechen!


Kundgebungen am
Samstag, den 25. Juni 2011
12.00 Uhr Buschallee (Tram M4: Buschallee / Hansastr.)
14.00 Uhr Becherweg / Lübenerstr.

Mehr Infos: http://ns-prozesse.blogspot.com

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