Amaranto startet erfolgreich in die neue Saison!

Heute ist Amaranto erfolgreich in die zweite Runde im Coppa Italia gestartet. Die Livornes* gewannen mit 2:1 gegen Benevento aus Kampanien.

Die Tore für Livorno schossen Dionisi und Luci, die neue Zwangsnummer 10 von Amaranto. Richtig los geht’s allerdings erst in zwei Wochen. Die neue Serie B Saison startet am 25. August um 15 Uhr. Für Livorno geht’s als erstes zum Auswärtsspiel nach Castellamare gegen Juve Stabbia in die Nähe von Napoli.

Mit der zweiten Runde im eher irrelavanten Coppa Italia sind übrigens die ersten Urteile zu Calciopoly II gefallen. So wurde der Juve Trainer Antonio Conte für zehn Monate gesperrt. Die Serie B Klubs Grosseto und US Lecce steigen in die Lega Pro, die italienische Dritte Liga, ab. Das bedeutet, daß zwei weitere Vereine aufsteigen. Wer für diese beiden Vereine nachrückt ist auch aufgrund der laufenden Widersprüche von Grosseto und Lecce unklar. Bologna aus der Serie A muß zahlen. Novara und Bari, aus der Serie B, bekommen fünf Punkte Abzug. Varese verliert einen Punkt in der kommenden Saison. Freisprüche, vor allem für Spieler*innen, gab es auch. Die Verfahren laufen aber weiter. Mal sehen, was da noch kommt.

Auf dem Transfermarkt hat sich Livorno nicht sehr hervorgetan. Richtig spektakuläre Neuzugänge gab es nicht und wird es hochstwahrscheinlich nicht geben. Spinelli hat vor allem junge Spieler*innen geholt. Außerdem kommt ungefähr ein Drittel des Kaders aus der Nachwuchsabteilung von Amaranto oder von Vereinen der Provinz Livorno. So schön das Vertrauen zu den „einheimischen“ Sportler*innen auch sein mag, ein sportliches Konzept ist nicht erkennbar. Das Überleben des Vereins in der Serie B scheint Spinelli absolut egal zu sein. Wie Franco Marino von Senza Soste bereits mehrfach bemerkte, geht es ihm in erster Linie darum Kasse zu machen. Die schon Jahre andauernde Konzeptlosigkeit sowie das Untergraben jeder noch so kleinen sportlichen Perspektiven zeugen von enormen Desinteresse des Vereinspräsidenten und Spieler*innenvermarkter aus Genua. Komisch, irgendwie erinnert mich das an die aktuelle Geschäftsführung des geilsten Berliner Vereins. Nur hat der sich bislang nicht getraut den Fans so richtig in den Rücken zu treten.

Spinelli ist da von ganz anderem Kaliber. Der hat, statt sich um den Verein, den Kader und die Beziehung zu den Livornes* zu kümmern, in der Sommerpause mal so richtig auf die Kacke gehau’n. So polterte er schon zu Beginn des Dauerkartenverkaufs gegen die Fans und warf ihnen vor viel zu wenig Tickets zu kaufen. Die in die Ferien verschwundenen oder sich am Strand von Tirrenia und San Vincenzo lümmelnden Livornes* wurden durch die Ankündigung aufgeschreckt, daß Spinelli die Curva Nord schließen will. Wir hatten schon darüber berichtet. Und als ob das nicht reichen würde, kündigte der größte Trottel von Livorno an, den Verkauf der Saisonabos für die neue Saison zu stoppen. Echt zu kotzen, dieser Scheißtyp!

Es kam nicht dazu. Glücklicherweise! Vielleicht auch, weil sich einige aktuelle und ehemalige Spieler*innen auf die Seite der Fans stellten und eindeutig für den Erhalt der Kurve plädierten. Luca Mazzoni zum Beispiel, der aktuelle livorneser Goalkeeper, sagte, daß die Curva Nord viel zu wichtig für den Zusammenhalt zwischen Fans und Mensch*schaft ist. „Ich glaube“, so Mazzoni, „daß mensch genau von dort wieder anfangen müßte.“ Er meint damit offensichtlich, daß der Verein nur mit der Kurve gewinnen kann. Genau so sieht’s nämlich aus! Matteo Melara, ein Ex-Livornes* mit über hundert Einsätzen für Amaranto, legte noch einen drauf. Er prophezeite scherzhaft, daß Spinelli, wenn er die Curva Nord tatsächlich schließen würde, wahrscheinlich am Denkmal der Quattro Mori am Hafen aufgehängt werden würde. Außerdem hofft er, daß die Vereinsführung eine ordentliche Mensch*schaft zusammenstellt, die Livorno und der Leidenschaft in der Curva Nord würdig ist.

Besonders eindrucksvoll äußerte sich aber Juri Pellegrini zur Causa Schließung der Nordkurve in Livorno. Er sagte folgendes:

Spinelli ist kein Einwohner von Livorno und noch weniger ist er der Herrscher in unserem Stadion! Für eine*n Spieler*in ist die Kurve das Leben. Von diesen Fans nimmst du Kraft und Mut. Und nur ihnen zollst du Tribut nach der Schlacht.

Pelligrini schloß sein Statement mit der rhetorischen Frage, die eher als Aufforderung zu verstehen ist, wann Spinelli endlich aus Livorno verschwindet. Und recht hat er: Hau endlich ab, Spinelli!

Ob diese klaren Ansagen tatsächlich die Livornes* besänftigt haben, wird beim ersten Heimspiel am 1. September gegen Padova zu beobachten sein. Spinelli dürfte in Zukunft mit gar keinen Symphatien mehr im Picchi rechnen dürfen. Selbst die*er allerletzte hartgesottene Unterstützer*in auf der Tribüne wünscht ihm seit der letzten größenwahnsinnigen Pöbelei die Pest an den Hals. Mal sehen, wann er endlich ein Einsehen hat und verschwindet…

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