Spinelli vattene! Damit die Kurve lebt!

Es waren wieder nur wenige im Stadion. Die Curva Nord blieb am vergangenen Samstag erneut weitestgehend leer. Lediglich zwei große Transparente machten klar, was die Livornes* von ihrer Mann*schaft und dem Präsidenten verlangen. Letzterer soll sich endlich verpissen. Die Squadra dagegen soll kämpfen. Und das tut sie seit einigen Spielen erfolgreich.

Endlich spielt die Mann*schaft, wie wir schon vor einer Woche geschrieben haben, erfolgreich Fußball. Endlich sind sie heiß und suchen den Kontakt zum Publikum. Mit Tomas Danilevicius hat endlich ein Spieler die Verantwortung an sich gerissen und benimmt sich, wie Stefania vom Club Igor Protti schreibt, wie ein Kapitän. An seiner Seite engagieren sich außerdem Dionisi, der das Siegtor gegen Piacenza machte, und Luci hervorhebenswert.

Die Euphorie in Bezug auf die Entwicklung der Mann*schaft wird aber nicht in der gesamten Fanszene geteilt. Das die Curva Nord trotz sportlichem Erfolg weiter leer bleibt, ist, wie Franco Marino für Senza Soste schreibt, auf die Repression gegen organisierte Fans, die durch die Tessera und andere Kontrollmechanismen viele Livornes* ausgesperrt, das mangelhafte Engagement des Vereins und den Drecks-Präsidenten Spinelli zurückzuführen. Der wurde erneut durch ein Transparent, das seinen Rücktritt etwas weniger formalistisch forderte, und durch Pfiffe zum Heimspiel begrüßt. Hinzu kommt aber auch, daß die Spiele endlich gewonnen werden, es aber sichtbar an Qualität fehlt. Die Livornes* auf dem Rasen spielen zwar leidenschaftlicher, aber es fehlt immer noch die Effektivität und Konsequenz bei der Chancenverwertung.

Marino sieht deshalb im letzten Spiel, ganz im Gegensatz zu Stefania, die der Mann*schaft Leidenschaft und Spielfreude attestiert, keine großartige Entwicklung. Amaranto spielte lediglich mittelmäßig und konnte auch nicht ernsthaft von der Überzahl profitieren. Insbesondere in der ersten Halbzeit gab es nur Schüßchen, harmloses Gestochere, eklatante Fehler beim Torschuß und ähnliche Schwächen zu sehen. Die zweite Halbzeit war nur oberflächlich besser. Die Torhüter mußten lediglich dem Ball nachschauen. Kaum ein Schuß ging nur in die Nähe des Tors. Selbst nach der Gelbroten gegen Piacenza änderte sich wenig. Livorno spielte zwar ein sicheres Power-Play auf’s Tor der Gäste, ballerte aber dilettantisch drüber, daneben, kam nicht an den Ball oder sonstwas. Lediglich Dionisi hatte einen lichten Moment und traf zum 1:0 Endstand.

Also, wieder mal drei wichtige Punkte für Livorno. Wieder mal eine leere Curva Nord, die von Ivano Pozzi von Alè Livorno aber dennoch als „einzigartig und unnachahmlich“ bewertet wurde. Wieder Gerüchte um eine Rückkehr des Play-Off-Helden Diamanti, den Scheiß-Spinelli so widerlich wegverkauft hat… Also, alles beim Alten. Die Ultras gibt es aber immer noch. Sie sind nicht weg. Nur leider stehen sie nicht in der Kurve. Vielleicht am 29. Mai!?

Bilder vom Spiel gibt’s wieder hier von Amex für Alè Livorno

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